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  • Fr., 08. Juli 2016, 10:35 Uhr
     16 Personen aus acht Nationen erhielten von OB Michael Kissel im Rathaus die deutsche Staatsbürgerschaftsurkunde und das Grundgesetz

    Zum Abschluss die deutsche Nationalhymne

    Oberbürgermeister Michael Kissel mit den neuen deutschen Staatsbürgern.

    Mit dem Duo Concertante von Charle-Auguste de Bériot eröffneten die beiden Schülerinnen der Lucie-Kölsch-Jugendmusikschule Annette Golub und Martha Schmitt (Violine)  musikalisch die Einbürgerungsfeier, zu der sich 16 Männer und Frauen aus acht verschiedenen Nationen am Donnerstagnachmittag (7. Juli) im Ratssaal des Wormser Rathauses eingefunden hatten.


    „Manche von Ihnen sind in ihren Herkunftsländern geboren und aufgewachsen, Jüngere teils auch schon in Deutschland mit noch ausländischem Pass. Sie sind heute zusammengekommen, da Sie eines verbindet: der feste Wille und die Bereitschaft, Deutscher bzw. Deutsche und damit auch Bürger der Europäischen Union zu werden“, freute sich Oberbürgermeister Michael Kissel über den Zuwachs an neuen Wormserinnen und Wormsern, denn „wir  heißen all diejenigen sehr herzlich willkommen, die sich die Nibelungenstadt als neue Heimat ausgesucht haben und hier dauerhaft Wurzeln schlagen wollen“.


    Die Verleihung der deutschen Staatsbürgerrechte sei an eine Reihe von Voraussetzungen gebunden, verdeutlichte der Stadtchef. Eine ununterbrochene Aufenthaltsdauer in Deutschland von mindestens acht Jahren, keine Vorstrafen, ein eigenes Einkommen sowie das Bekenntnis zur deutschen Rechtsordnung und zur Demokratie seien notwendig, um die Einbürgerungsurkunde in Händen halten zu dürfen. „An erster Stelle steht jedoch das Beherrschen der deutschen Sprache, um sich mitteilen und mit anderen verständigen zu können“, betonte Michael Kissel in seiner Ansprache. Für eine gelungene Integration müsse man nicht die eigenen Wurzeln aufgeben, aber offen sein für die neue Kultur. Das interkulturelle Verständnis und den Respekt füreinander zu pflegen, seien heutzutage wichtige Aspekte.


    Der Kulturenreichtum sei für Worms schon immer einer Bereicherung gewesen, blickte der Oberbürgermeister zurück auf die Geschichte der Stadt und erinnerte in diesem Zusammenhang an die Zeit des „deutschen Wirtschaftswunders“, mit der Zuwanderung der sogenannten Gastarbeiter aus Italien, Griechenland, Portugal, dem ehemaligen Jugoslawien und aus der Türkei. „All diese Männer und Frauen haben ihren Teil dazu beigetragen, dass sich Deutschland und somit auch Worms positiv weiter entwickeln konnten“, so der Oberbürgermeister. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des globalen wirtschaftlichen Wettbewerbs sei Deutschland auf Zuwanderung angewiesen. „Wir brauchen Menschen, die ihre Talente und Fähigkeiten in die Gesellschaft einbringen und damit zur Wertschöpfung und zum Wohlstand in unserem Land beitragen“, merkte Michael Kissel an. Worms sei tolerant und weltoffen. „Unserer Stadt ging es immer dann am besten, wenn Menschen verschiedenster Herkunft friedlich zusammengelebt haben", warb der Stadtchef für ein buntes Miteinander.


    Am Ende der Feier hörten die Eingebürgerten die deutsche Nationalhymne erstmals als deutsche Staatsbürger, Bürger der Europäischen Union und neue Wormserinnen und Wormser. Eine Bildergalerie von der Einbürgerungsfeier wird in den kommenden Tagen auf der städtischen Homepage (www.worms.de) veröffentlicht.


     



     

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