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  • Di., 06. Oktober 2015, 10:14 Uhr
    Stolperstein-Führung des SPD-Ortsvereins West

    Zum Gedenken an jüdische Mitbürger




    Sie führten die Gruppe durch den Wormser Westen: Friedel Lahr (3. v. links) und Rudolf Hauser (5.v.links).

    Seit dem Jahr 2006 werden auf Initiative des Wormser Vereins Warmaisa in Worms Stolpersteine zum Gedenken an jüdische Mitbürger verlegt, die der Nazi-Diktatur zum Opfer fielen. Der SPD–Ortsverein West hatte am vergangenen Freitag zu einer Stolperstein-Führung eingeladen und so scharte sich eine Gruppe von 25 Interessierten, die von Pierre Tchoula, dem Ortsvereinsvorsitzenden begrüßt wurden, um Gästeführer Friedel Lahr und Ortsvereinsmitglied Rudolf Hauser. Sie führten die Gruppe zu insgesamt 16 verlegten Gedenksteinen in sechs Straßen des Wormser Westens.


    Bei jedem Aufenthalt berichtete Rudolf Hauser über das Schicksal der Menschen, zu deren Gedenken hier Stolpersteine verlegt worden sind. Einen Stopp gab es auch an der Gedenktafel an einem der  Hochschulgebäude, dort rief Friedel Lahr in Erinnerung, dass an diesem Ort einmal die Vernehmungsräume der Gestapo untergebracht waren. Der Weg führte weiter zur Westendschule, in der Herta Mansbacher von 1907 bis 1943 als Lehrerin tätig war, bevor sie im März 1943 deportiert und im Lager Belzec ermordet wurde.     


    „Hier bei uns im Wormser Westen sind noch viele Stolpersteine zu verlegen“, erklärte Warmaisa-Mitglied Rudolf Hauser am Ende der Führung, Spenden seien deswegen immer willkommen.

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