Neue Publikation: Jörg Koch veröffentlicht im Vorfeld des 100-jährigen Jubiläums neues Buch
Zur Geschichte der deutschen Nationalhymne
Das 218 Seiten starke Buch ist im Kohlhammer Verlag Stuttgart erschienen, kostet 25 Euro und ist über alle Wormser Buchhandlungen erhältlich.
Auch Jörg Koch musste innerhalb der vergangenen 12 Monate auf zahlreiche kulturelle Veranstaltungen verzichten, es entfielen eigene Buchvorstellungen, Vorträge der Europa-Union und die Heylshof-Matineen. Doch hat der Wormser Historiker die freie Zeit sinnvoll genutzt und sich mit einem bevorstehenden Jubiläum beschäftigt: Im August 1922, also vor bald 100 Jahren, proklamierte Reichspräsident Friedrich Ebert das „Lied der Deutschen“ zur Nationalhymne der Weimarer Republik.
Dem Zeitgeist ausgesetzt
Wie sehr die deutsche Nationalhymne unterschiedlichen Herrschaftssystemen und damit dem Zeitgeist ausgesetzt war, wie sie als nationales Symbol verwendet und missbraucht wurde, zeigt ein Gang durch 200 Jahre deutsche Geschichte. Der während der Corona-Zeit im vergangenen Jahr entstandene Band „Einigkeit und Recht und Freiheit. Die Geschichte der deutschen Nationalhymne“ bietet einen interessanten Überblick zur Entstehungsgeschichte des „Deutschlandliedes“ und veranschaulicht, wie sich dieses ab Ende des 19. Jahrhunderts gegenüber anderen Hymnen („Die Wacht am Rhein“, „Heil dir im Siegerkranz“) durchsetzte und welches Schicksal ihr seit 1922 beschieden ist.
Mit zahlreichen Hintergrundinformationen widmet sich die kurzweilig geschriebene und reich bebilderte Darstellung auch dem Verfasser Heinrich August Hoffmann von Fallersleben, dem Komponisten der Melodie, Joseph Haydn, dem „Horst-Wessel-Lied“ der NS-Zeit und der Nationalhymne der DDR („Auferstanden aus Ruinen“), die ebenso einen Teil der wechselvollen Geschichte der deutschen Nationalhymne bildet.