Do., 25. April 2013, 17:00 Uhr
Die Verbände der Junge Union Wonnegau und Alzey-Worms kritisieren die Begrenzung der Datenmenge beim Surfen im Internet durch die Telekom
Zurück in die ISDN-Steinzeit
Der Vorstand der JU Wonnegau ist sich einig: die geplante Begrenzung der Datenmengen beim Onlinesurfen für Telekomkunden ist ein Einschnitt in die digitale Freizügigkeit der Nutzer. „Der Vorschlag der Telekom wird sich äußerst negativ auf die Netzneutralität auswirken. Das heißt, dass verschiedene Datenpakete ungleich behandelt werden und zu unterschiedlichen Zeiten ankommen, wenn man sich nicht Kontingente hinzukauft“, so der Vorsitzende Arne Pettermann. „Man stelle sich vor, Briefe oder Pakete der Post würden ebenso behandelt und kämen nach erst fünf, zehn oder fünfzehn Tagen an, das wäre ungerecht und nicht nachvollziehbar“, führt der Jungpolitiker weiter aus.
Der Kreisvorsitzende der JU Alzey Worms Patrick Moll fügt noch hinzu, dass es ein Einschnitt bzw. Rückschritt in der Grundversorgung sei bei allen Bemühungen diese im Internetbereich voranzutreiben. Die Junge Union Wonnegau bemängelt hier vor allem gerade in kommunaler Hinsicht einen Rückschritt für Bürger und Gewerbetreibende.“ Die Verbandsgemeinde Westhofen hat den Netzausbau um DSL stark vorangetrieben, so dass nach Westhofen und Bechtheim nun auch alle anderen Gemeinden einen schnellen und unbegrenzten Internet Zugang erhalten sollen.
Sollte die Datenbegrenzung der Telekom greifen, würden sich viele wieder in die Zeit von ISDN und Modem zurück geworfen fühlen. „Da war das Tempo auch unterirdisch. Gerade das Angebot von DSL gekoppelt an eine Flatrate für eine unbegrenzte Datenmenge, macht das Internet für alle so attraktiv und leicht nutzbar. Ich will mir gar nicht erst vorstellen wie es ist, wenn man satt der 16.000 Kbit nur noch 350 Kbit hat. Videos, Musik, und auch Internettelefonie sind damit nicht nutzbar“, so Arne Pettermann.