SV HORCHHEIM: Florian Karsch glänzt beim Auswärtssieg als Kunstschütze
Zurück in der Spur
Kunstschütze Florian Karsch bei der Ausübung seiner Lieblingsbeschäftigung. Einen Eckball direkt in das Tor zu zirkeln. Foto: Felix Diehl
Von Marcus Diehl › Der SV Horchheim konnte die letzte Heimniederlage gut verdauen und ist wieder zurück auf der Erfolgsspur. Auf dem Kunstrasenplatz in Flörsheim-Dalsheim wurde gegen den VFL Gundersheim ein 2:1 Auswärtserfolg gefeiert.
Mit diesem Sieg bleibt ein Dreikampf an der Tabellenspitze mit Mombach und Neuhausen weiterhin bestehen. Für den Horchheimer Trainer Sascha Löcher ein verdienter Erfolg. „Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit mehr investiert, die Gastgeber haben nur auf Fehler von unserer Seite gewartet.“ Sein Kollege auf der anderen Seite, Kevin Boos, war anderer Meinung. „Ein Remis wäre absolut gerechtfertigt für die Partie gewesen.“ Die erste Halbzeit fand das Spielgeschehen nur zwischen den beiden Strafräumen statt. Auf jeder Seite kann von einer Torchance gesprochen werden. Kampf war Trumpf, was zulasten des spielerischen Elements geht. Torlos geht es zum Pausentee.
Linker Zauberfuß trifft zur Führung
Im zweiten Durchgang war sofort mehr Zug bei beiden Teams im Spiel: In der 50. Minute geht der SVH in Führung – und das mit einem nicht alltäglichen Treffer. Mit einem Kunstschuss, einem direkt verwandelten Eckball, glänzte Florian Karsch mit seinem linken Zauberfuß.
Allerdings beflügelte dieser Treffer die Gundersheimer mehr als den SVH. „Das Spielerische kommt bei uns nicht aus einem Guss. Die Selbstsicherheit ist momentan nicht vorhanden. Nach dem Tor machten wir einen Schritt zurück“, erkennt Trainer Sascha Löcher das Problem. Der VFL erhöhte den Druck, wollte sofort den Ausgleich erzwingen und hatte auch damit Erfolg. Zeitnah wurde durch einen guten Spielzug der Ausgleich erzielt. Dafür wurde die Mithilfe vom Horchheimer Kevin Mink benötigt. Er lenkte den Ball nach einer Flanke ins eigene Tor.
„Hände nicht gleich Hände“
Doch die Gäste schlugen zurück, und zwar in Person des Torjägers Lars Freese. Sein Abschluss war jetzt nicht scharf geschossen, dafür aber sehr platziert. Ein Treffer, der den Trainer ärgerte: „Das haben wir nicht gut verteidigt.“ Der Rest war ein versuchter Sturmlauf vom VFL, ohne Erfolg. In der Schlussphase ärgerte sich Kevin Boos ein weiteres Mal. „Meiner Meinung nach hätten wir einen Handelfmeter bekommen müssen.“ Wie schon beim Endergebnis war Sascha Löcher etwas anderer Meinung: „Wie in der ganzen Fußballwelt diskutiert wird, Hände sind nicht gleich Hände. Unser Spieler wird angeschossen und ich denke, im Sinne des Fußballs war es eine richtige Entscheidung.“