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  • Do., 21. Januar 2016, 13:19 Uhr
    Städtischer Stellenplan 2016 im Haupt- und Finanzausschuss / Erzieherinnen und Bildungsmanager kommen

    Zusätzliche Erzieherinnen für Worms


    „Um das Familien- und Berufsleben besser vereinbaren zu können, werden wir künftig mehr Erzieherinnen und Erzieher für unsere Kindertagesstätten bereit stellen“, teilt SPD-Fraktionsvorsitzender Timo Horst anlässlich des aktuell im Haupt- und Finanzausschuss beratenen Stellenplans 2016 mit.


    Dabei habe die SPD in der Debatte um den Stellenplan im Hinblick auf die Folgekosten unter der Maßgabe „so wenig wie möglich, so viel wie nötig“ einzeln geprüft, so Horst weiter. „Allerdings handelt es sich überwiegend um gesetzliche Pflichtaufgaben im Bereich Asyl, Daseinsfürsorge oder Kitas, so dass wir in der Regel nur einen geringen Spielraum hatten und die Investition als notwendig für die weitere Entwicklung unserer Stadt ansahen“, verweist Horst zum Beispiel auf die Erfordernisse einer modernen Familien- und Bildungspolitik in puncto Kindertagesstätten.


    Da in den kommenden Jahren außerdem eine ganze Reihe erfahrener Mitarbeiter in den Ruhestand gehe, habe die SPD in der Diskussion eine Klausurtagung zum Thema Personalentwicklung angeregt. „Dabei sollen sowohl die Fraktionen als auch die Bereichsleiter, sich intensiver über die heutigen sowie künftigen Personalbedarf austauschen“, erhofft sich Horst auf positive Impulse in der langfristigen Personalplanung und -entwicklung.


    Bildung im Fokus der SPD
    Besonderes liegt den Sozialdemokraten allerdings das sogenannte Bildungsmanagement am Herzen, denn „wir wollen und müssen Kindern den Zugang zu Bildung erleichtern“. Um allerdings alle Akteure wie etwa Kitas, Schulen oder städtische Institutionen, sowie darüber hinaus auch vorhandene Vereine und Wohlfahrtsverbände stärker miteinander zu vernetzen, bedürfe es der Koordination. „Deswegen müssen wir ein strategisches Bildungsmanagement etablieren und hierzu zusätzlich eine volle Stelle schaffen“, so Patricia Sonek, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der SPD Fraktion.


    „Bislang ist Bildung durch große sozialräumliche Unterschiede gekennzeichnet“, erinnert Uwe Gros als stellvertretender Fraktionsvorsitzender an die einst in Auftrag gegebene Sozialraumanalyse. Das heißt, dass erhebliche Unterschiede bestehen, ob ein Kind beispielsweise ein Gymnasium, die Stadtbibliothek oder die Jugendmusikschule besucht. „Statt der Anlagen des Kindes entscheidet leider weiterhin allzu oft der soziale Status der Eltern über den schulischen und weiteren Lebensweg ihrer Kinder“, bedauert Gros die Relevanz der Arbeiter- oder Akademikerherkunft, des Einkommens, des Wohnorts für die Bildungschancen der nächsten Generation.


    „Aus unserer Sicht hilft nur ein professionelles Bildungsmanagement zu gewährleisten, dass die Kindertagesstätten-, Sozial- und Jugendhilfeplanung sowie die Schulentwicklungsplanung zu einem integrativen Stadtentwicklungskonzept beitragen und unsere Stadt als Bildungsstandort zu forcieren“, fasst SPD-Fraktionsvorsitzender Timo Horst das Thema Bildungsmanagement abschließend zusammen.


    „Innenstadtbereich versus Vorortsituation, Migration, Bezug von Transferleistungen sind Indikatoren, die damit im Zusammenhang stehen“, so Uwe Gros; deshalb sei ein Bildungsmanagement unabdingbar.

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