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  • Di., 07. Mai 2013, 17:12 Uhr
    Netzwerk Kinderschutz im Landkreis Alzey-Worms: Rückblick auf 5-jährige Tätigkeit / Gute Entwicklung

    Zusammenarbeit zum Wohle der Kinder gestärkt

    Eine erste Bilanz von Umsetzung und Auswirkungen des vor fünf Jahren in Rheinland-Pfalz in Kraft getretenen Landeskinderschutzgesetzes stand im Mittelpunkt der jüngsten Netzwerkkonferenz Kinderschutz des Landkreises Alzey-Worms. „Unser Ziel ist es, die Fachkräfte aus der Region hier regelmäßig zusammenzubringen und Netzwerke zu knüpfen. Die verschiedensten Akteure sehen es für ihre Arbeit als gewinnbringend an, andere Tätigkeitsfelder kennenzulernen, um Hilfsangebote effektiver aufeinander abzustimmen“, berichtete Sabine Strohmenger, zuständig für die Koordination des Kinderschutzes im Landkreis Alzey-Worms und Organisatorin der Veranstaltung.

    Fachkräfte aus Einrichtungen der Kinder-, Jugend-, Familien- und Gesundheitshilfe, Ärzte, Psychologen und Lehrer waren der Einladung von Jugendamt und Gesundheitsamt gerne gefolgt. Die Akteure trafen sich in der Wörrstädter Neubornhalle zu einem neuerlichen Austausch, Information, Diskussion und Workshops zu Themen wie „Gestaltung von Hilfen“, „Angebot Familienbegleitung“ oder „Aufsuchende Hilfen durch Hebammen und Kinderkrankenschwestern“. „Hilfe kann nur dann gelingen, wenn man die Ängste und Sorgen der Eltern ernst nimmt und sie als Partner bei der Umsetzung von Unterstützungsangeboten gewinnt“, zogen die Teilnehmer ein Fazit. Es gelte, eine Verantwortungsgemeinschaft mit verbindlichen Standards und Transparenz zu entwickeln und weitere wichtige Partner für das Netzwerk dauerhaft zu gewinnen.

    Interesse verdient Anerkennung
    „Ihr Interesse, gemeinschaftlich die Aufgaben im Kinderschutz wahrzunehmen, ist der Weg in die richtige Richtung und verdient besondere Anerkennung“, begrüßte Gerhard Seebald, Erster Kreisbeigeordneter und Beigeordneter der Stadt Wörrstadt, die Teilnehmer und lobte das Engagement der Fachkräfte. Er betonte, dass das Landeskinderschutzgesetz Maßstäbe gesetzt habe und die Verknüpfung der Förderung von Kindergesundheit, Frühen Hilfen und Kinderschutz in der in Rheinland-Pfalz umgesetzten Form einzigartig sei. Nach fünf Jahren praktischer Erfahrungen gehe es heute darum, Rückblick zu halten und die Frage nach dem weiteren Entwicklungsbedarf zu klären.

    Heinz Müller, Geschäftsführer des Arbeitsbereichs Jugendhilfe im Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz, berichtete über Umsetzung, Auswirkungen und notwendige Nachbesserungen der rechtlich verankerten Maßnahmen und stellte aktuelle Befunde vor.

    „Wir können stolz darauf sein, was in den 41 Jugendamtsbezirken in Rheinland-Pfalz in den vergangenen fünf Jahren geschaffen werden konnte. Hier ist der Kinderschutz auf Erfolgskurs“, verwies Müller auf ein Plus an Hilfs- und Präventionsangeboten für Familien, Intervention bei Risikolagen und notwendige Kontrolle seitens der Ämter. Als aufeinander abgestimmtes Ganzes seien die Systeme Kinderschutz verknüpft mit Kindergesundheit in Rheinland-Pfalz beispielgebend für die Bewältigung der Herausforderungen von Kinder- und Jugendhilfe.

    „In Bezug auf die gesetzlich festgeschriebene Netzwerksarbeit gibt es im Landkreis Alzey-Worms viele positive Entwicklungen und Aktivitäten. Arbeitsgemeinschaften konnten in kontinuierlicher Zusammenarbeit neben den bereits bestehenden Angeboten weitere Hilfsmöglichkeiten für Familien und Kinder auf den Weg bringen, insbesondere auch für Schwangere und junge Familien, um bereits im Vorfeld Überforderung zu vermeiden“, dankte Jugendamtsleiter Arno Herz den Fachkräften und Institutionen für das engagierte Mittun.

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