
Der CDU Ortsverband Pfiffligheim hat einmütig den stellvertretenden Ortsvorsteher Pfiffligheims, Winston Effenberger, als neuen Vorsitzenden gewählt. Stellvertreterin wurde Heike Jennewein. „Wir werden unser Bestes geben– wir sind uns unserer Verantwortung bewusst!“, versicherten beide nach ihrer Wahl, zu der auch Bundestagsabgeordneter Jan Metzler und Landtagsabgeordneter Adolf Kessel gratulierten.
Effenberger und Jennewein zeigten sich optimistisch, aber auch umsichtig beim Start in ihre neuen Ämter. Der neue Vorsitzende sagte: „Ich bin zuversichtlich, dass wir Pfiffligheim und die CDU weiter voranbringen“. Zunächst gehe es darum, das Terrain zu sondieren. Jennewein merkte an, man werde dabei auch auf Ratschläge „alter Hasen“ hören. Als gelernter Erzieher will der 51-jährige einen seiner Schwerpunkte auch auf Familienpolitik und Jugend legen. Schon für die Folgewoche machte Effenberger einen Termin für ein Arbeitstreffen aus.
Effenberger löst den bisherigen Vorsitzenden, Dr. Klaus Werth, ab, der sein Amt zur Verfügung gestellt hatte. „Auf diese Weise kann ich mehr Kraft auf mein Stadtrats- und Ortsbeiratsmandat legen“, sagte Dr. Werth, der außerdem auch Fraktionssprecher der CDU im Ortsbeirat ist. Er wurde als Beisitzer in den Vorstand gewählt, ebenso wie Christa Arnold, die auch die Funktion als Kassenwartin ausübt, Jutta Commichau, die auch Schriftführerin ist, sowie Hans-Werner Fisgus, Volker Müller, Manfred Schmidt, Karl Schröding und Eric von Wihl. Wahlleiter Herbert W. Hofmann sah in dem neuen Vorstand eine „gute Mannschaft, die nun schlagkräftig an die Arbeit gehen kann“. Kassenprüfer wurden Rüdiger Pirling und Klaus Corell.
Auch wenn man sich bei der Kommunalwahl bei der Union in Pfiffligheimein anderes Ergebnis gewünscht habe – vier von elf Mandaten gingen an die CDU – stehe man gut da, lautete das Fazit des scheidenden Vorsitzenden, Dr. Werth. Dem konnte sich auch Ehrenvorsitzender Theo Cronewitz anschließen. Es bestehe eine gute Zusammenarbeit mit den Grünen, die im Ortsbeirat zwei Mandate in die Waagschale werfen können, analysierte er. „Die Ausgangslage ist gut“, was sich auch daran zeige, dass die CDU den stellvertretenden Ortsvorsteher habe stellen können. Dr. Werth verabschiedete mit einem kleinen Präsent die in der neuen Legislaturperiode aus dem Ortsbeirat ausgeschiedenen Mitglieder: Theo Cronewitz, Wolfgang Hauzeneder, Helmut Klingler, Maria Sonnenberg, Ernst Unselt und Marita Walter.
Bundestagsabgeordneter Jan Metzler gab einen umfangreichen Bericht über seine Arbeit in Berlin, in dem die Krisen in Syrien, Griechenland, der Ukraine und Russland ebenso angesprochen wurden wie die Frage nach dem Umgang mit Flüchtlingen, Fracking, der ausgeglichene Bundeshaushalt und sein Wunsch nach Korrektur der Bürokratielasten des Mindestlohns. „Ich versuche in Berlin Anwalt und verlängerter Arm zu sein für alle im Wahlkreis“, sagte Metzler. Besonders hob er die Notwendigkeit hervor, dass in Worms die B47 neu als Verkehrsentlastung kommt. Hierfür setze er sich – gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Adolf Kessel – intensiv ein.
Kessel beschrieb die gute Verbindung, die Worms zur Landeschefin Julia Klöckner habe, was sich in häufigen Besuchen – sieben im vergangenen Jahr – zeige. Er berichtete von dem Flüchtlingsgipfel, den die CDU in Mainz sehr erfolgreich veranstaltet habe und bei deren Präsentation Adolf Kessel als integrationspolitischer Sprecher ebenfalls eine Rolle spielte. „Der CDU gelingt es in Mainz, bei den wichtigen Themen voranzugehen“, fasste er zusammen und zitierte die CDU-Landes-Chefin: „Wir können es besser als die rot – grüne Regierung.“ Auf den Tisch brachte Kessel unter anderem auch die islamkritische Organisation Pegida („Wir müssen uns mit den Gründen befassen, warum die Leute auf die Straße gehen) und die Diskussion um das – von Kessel für notwendig gehaltene – Einwanderungsgesetz.