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  • Sa., 03. Februar 2024, 17:20 Uhr
    Wie ist der Stand in der Bezirksliga Teil II: Nibelungen und Pfeddersheim kämpfen gegen den Abstieg

    Zwei Mannschaften – ein gemeinsames Ziel

    Im direkten Duell zwischen den Nibelungen und der TSG Pfeddersheim stand am Ende ein 3:3 auf dem Bogen. In beiden Strafräumen war schon einiges geboten. Foto: Felix Diehl


    Von Marcus Diehl › Letzte Woche wurde über das Aufstiegsrennen in der Bezirksliga berichtet. Jetzt geht es um den Abstieg aus der gleichen Liga.

    Voll involviert sind der ASV Nibelungen Worms und die TSG Pfeddersheim II. Es wird ein hartes Stück Arbeit werden, aber chancenlos sind die beiden Teams keinesfalls. Die TSG belegt mit zwölf Punkten den letzten Tabellenplatz. Bis zu Platz neun sind es nur fünf Punkte Unterschied. Die Nibelungen liegen mit 14 Punkten genau mittendrin. Es ist noch alles möglich, um den Klassenerhalt noch zu erreichen.

    ASV-Kader neu aufgestellt

    In den vergangenen Wochen gab es über den ASV Nibelungen Worms die wildesten Gerüchte. Immer wieder kam die Frage auf, geht es überhaupt bei den „Grünen“ weiter und wenn ja, wie? Es wird beim ASV Nibelungen Worms auf jeden Fall weitergehen. Das Gesicht des Kaders wird ein ganz anderes sein. Zahlreiche Leistungsträger der letzten Jahre haben den Verein verlassen, wie etwa Torhüter Sven Junkert, Joe McCarty, die Renner Brüder oder Yann Kouam Tatchim.

    Es werden aber auch einige Neuzugänge, die im Sommer erst verpflichtet wurden, im neuen Jahr nicht mehr dabei sein. Thomas Selzer, vom ASV: „Teilweise haben unsere Neuzugänge, die in sie gesetzten Erwartungen nicht ansatzweise erfüllen können.“

    In der Winterpause konnte der ASV mit Halil Karadas(Suryoye Worms), Nantir Tzemil Oglou und Rückkehrer Max Selzer drei neue Spieler vermelden. Beide kommen vom SV Leiselheim.

    Scheuermann wird Trainer

    Auf den Trainerposten rückt Tobias Scheuermann, der in dieser Saison als Co-Spielertrainer schon dabei war. An seine Seite rückt Robert Krajcovic, bisheriger Trainer der 2. Mannschaft. Die sportliche Leitung haben inzwischen Thomas Selzer und Sascha Bauer übernommen. Das ganze Dilemma beim ASV begann in der Sommervorbereitung.

    Die Sicht der sportlichen Leitung

    Sascha Bauer: „Eingeläutet wurde alles mit dem kurzfristigen Abgang der sportlichen Leitung. Er konnte nicht mehr, aufgrund der Kurzfristigkeit, adäquat abgefangen werden. Die Ergebnisse stimmten dann nicht, Spieler wurden unzufrieden und so kam eins zum anderen.“ Trotzdem kann die Punkteausbeute nicht zufriedenstellend sein. Das wissen sie auch beim ASV einzuschätzen. Neben den klaren Niederlagen gab es auch einige Spiele, bei denen ein Stück weit Pech bzw. individuelle vermeidbare Leichtsinnsfehler entscheidend für die Punktverluste waren.

    „Den Jungs kann kein großer Vorwurf gemacht werden. Das einzig Schlechte ist die Trainingsbeteiligung. Dies wird in der Bezirksliga unweigerlich bestraft“, meint Thomas Selzer und ist überzeugt vom Kader für die restliche Spielzeit. Die Devise bei den Grünen ist klar formuliert: „Wir müssen die sogenannten Nibelungen-Tugenden, wie Kampf, Leidenschaft und absoluten Willen auf den Platz bringen und die direkten Duelle für uns entscheiden, dann steht einem Klassenerhalt nichts im Wege“, sagt Sascha Bauer.

    Halbe Liga im Abstiegskampf

    Ein Plus könnte sein, dass die halbe Liga noch im Abstiegskampf steckt. Es ist ein ambitioniertes Ziel mit dem Klassenerhalt. Die Frage bleibt aber, wie steht es in der Zukunft um die Nibelungen? Momentan wird die ganze Kraft auf einen sportlichen Klassenerhalt gelegt werden müssen. „Danach werden wir die Situation einordnen und uns für einen Weg in der neuen Saison entscheiden“, gibt Sascha Bauer zu Protokoll und verweist darauf, wo der Verein vor fünf Jahren sportlich stand. Damals standen sie mit dem Rücken zur Wand und konnten sich nur durch einen großen Aufschwung am Leben erhalten. Der Durchmarsch von der B-Klasse bis in die Bezirksliga, ohne eine Niederlage (!), spricht Bände. Thomas Selzer und Sascha Bauer sind sich sicher: „Die Situation muss, so wie sie ist, angenommen werden und wir müssen dafür sorgen, dass es von hier ab wieder aufwärts geht.“

    Enttäuschte TSG Pfeddersheim II

    Dass die TSG Pfeddersheim II nach dem Wiederaufstieg sofort wieder im Tabellenkeller steht, war nicht zu erwarten. Die Erwartung war sicherlich eine andere. Das bestätigte auch Trainer Björn Miehe: „Definitiv nicht, was wir uns vorgestellt haben.“ Bei dem Gewinn der Stadtmeisterschaft zeigte das Team, wozu sie fähig sein können und legte dabei ihre Reifeprüfung ab. Ein Grund für die Misere war eine lange Ausfallliste bei der TSG. Sie konnte teilweise nur durch zahlreiche Abordnungen vom Oberligakader abgefedert werden. „Ohne diese Unterstützung hätten wir das gar nicht auffangen können“, spricht Trainer Björn Miehe.

    Nur die Anzahl war für ihn so eine Sache. Aber bei teilweise 17 Ausfällen gab es gar keine Alternative. Dafür möchte er noch einmal Danke sagen, wenn auch die Leistung und Einstellung nicht immer dem Oberliga-Standard entsprachen. „Sonst hätten wir mehr Punkte geholt“, möchte der Trainer noch anfügen.

    Klassenerhalt als TSG-Ziel

    Dass der Klassenerhalt noch erreicht werden kann, darüber ist er felsenfest überzeugt. Wenn die Ausfälle reduziert werden können, werden auch die Erfolgserlebnisse automatisch eintreten.

    Ligaderby gegen TuS Neuhausen

    Am besten gleich beim nächsten Ligaspieltag am Samstag, dem 24. Februar, beim TuS Neuhausen um 15 Uhr. Für den Coach aber noch keine richtungsweisende Begegnung. „Derby ist immer schön. Aber auch hier gibt es nur drei Punkte. Ein guter Start wäre zwar wichtig, aber noch nicht entscheidend über Auf- und Abstieg.“

    Wiedersehen mit Mishka

    Für ihn steht der TuS zurecht oben in der Tabelle und freut sich auf die Partie. Sicherlich wird es ein Wiedersehen mit „Mishka“ Kopaliani geben. In der Vorrunde noch die rechte Hand als spielender Co-Trainer für Björn Miehe, wechselte er jetzt zum TuS. Ein Wechsel, der zwar für die TSG bedauerlich ist, aber ohne Groll verzogen wurde. „Er wollte nochmal eine neue Herausforderung und wir, als Dankeschön für seine Verdienste, haben dem Wechsel zugestimmt. Er war immer offen und ehrlich bei unserem Austausch“, ist Trainer Björn Miehe sehr dankbar, was er für die TSG geleistet hat.
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