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Do., 17. Februar 2022, 12:01 Uhr
SG WORMS: Schwimmer starten in Grünstadt nicht ohne Glanzlicht ins neue Jahr
Zwei vierte Plätze und ein Rekord
Die gesamte Mannschaft der SG Worms freute sich, nach einer langen Durststrecke endlich wieder bei einem Wettkampf zu starten. Foto: SG Worms
Jeweils Platz vier für Frauen und Männer: Beim Start ins neue Jahr vermochten die Schwimmer der SG Worms in der DMS-Landesliga nicht an ihre Erfolge der „Vor-Corona-Zeit“ anzuknüpfen. Ausnahmslos frustrierte Gesichter gab es bei der Abrechnung im Wormser Lager aber keine. Zu schwierig waren in der Corona-Pandemie die Rahmenbedingungen, um nach teils stark reduzierten Trainingsmöglichkeiten tatsächlich einen Spitzenplatz erwarten zu können. Und komplett ohne Glanzlicht blieb der Sonntag auf den 25-Meter-Bahnen im Cabalela-Bad in Grünstadt für die 18-köpfige SG-Truppe ja auch nicht. Über 50 Meter Rücken kletterte Udo Christiansen nach 30,90 Sekunden aus dem Becken. Ein Europarekord für die Mastersklasse bis 65 Jahre. Eigentlich. Mit seiner Zeit überraschte sich der 61-Jährige letztlich ein Stück weit selbst. „Vor einem Jahr habe ich mich noch schneller gefühlt“, erzählte der Routinier, der damals aber, wie alle, durch den erneuten Corona-Lockdown ausgebremst wurde. Jetzt also der Rekord, der allerdings „inoffiziell“ bleiben wird. „Die DMS ist kein angemeldeter Masters-Wettbewerb“, wusste der Rücken-Spezialist. Im Ranking des europäischen Verbands bleiben deshalb die 31,91 Sekunden des Franzosen Pierre Baehr aus dem April 2019 der Topwert. Der Gratulation seiner Mitstreiter durfte sich der Routinier freilich sicher sein. Und gerne nutzte Trainer Christoph Kampik das Ergebnis zu einem Dank gerade an die erfahrenen SG-Starter, „die der Mannschaft enorm geholfen haben“.
32 Bestzeiten
Nicht zu übersehende Lücken hat die Pandemie geschlagen in den Leistungskader der SG Worms, die mit ihrer zweiten Männer-Mannschaft sogar ein Team abmelden musste – wie nicht wenige andere Vereine in Südwesten auch. Den zusätzlich ungewohnten Corona-Bedingungen beim Wettkampf trotzten die SGler dennoch nach Kräften. Nicht zuletzt die mitgebrachte Trommel sorgte für gute Laune und trieb bei 68 Starts zu stolzen 32 Bestzeiten. Als eifrigste Punktesammler führten Jonas Arnold, Julian Schröder und Lars Schwartner die SG-Männer zu einem Gesamtergebnis von 14.717 Punkten. Wobei der deutliche Rückstand auf den siegreichen Mainzer SV (15.754) in den Augen von Christoph Kampik bei Bestbesetzung hätte vermieden werden können. „Leistungsstarke Schwimmer mussten kurzfristig absagen“, so der Trainer, für den es mit Blick auf die Ergebnisliste keine Zweifel gab: „Mit einer Bestbesetzung wären wir um den Sieg bei den Männern geschwommen.“
„Es war eine Herausforderung"
„Es war eine Herausforderung, weil es nicht einfach war, eine schlagkräftige Mannschaft aufzustellen“, wusste auch Uwe Dörwald, der in Worms seit Jahresbeginn im Trainergespann mit Christoph Kampik am Beckenrand steht – und deshalb einen positiven Aspekt noch herausstreichen mochte: „Für mich war es eine gute Gelegenheit, die Mannschaft im Wettkampf kennenzulernen.“ Hervorheben wollte er keinen seiner Schützlinge, wobei er doch die 18:37,37 Minuten von Markus Wald (Jg. 08) über 1.500 Meter Freistil lobte. „Er hat ziemlich knapp die Pflichtzeit für die Süddeutschen Jahrgangsmeisterschaften verpasst und sehr gut die Renneinteilung für diese lange Strecke umgesetzt.“ Beim Blick auf die Damen mochte Christoph Kampik nicht zuletzt Florentine Heischling (Jg. 07) herausstreichen, die stolze 2.400-Wettkampf-Meter bewältigte. An den insgesamt 14.012 Punkten kräftig beteiligt waren zudem Juli Schmell und Lucia Horn. Bei der Abrechnung klaffte nach vorne zur siegreichen SG EWR Rheinhessen II (16.511) zwar eine große Lücke. Der Vorsprung auf das Team des fünftplatzierten SV Pirmasens (12.163) fiel aber ähnlich deutlich aus, weshalb der Blick voller Ehrgeiz nach vorne geht. Kampik: „Nun steht wieder intensives Training an – mit dem Blick auf die Qualifikation für Süddeutsche und Deutsche Jahrgangsmeisterschaften.“