Mo., 04. April 2016, 18:41 Uhr
SPD im Gespräch mit Sozialdezernent Waldemar Herder / Handhabbare, pragmatische Lösungen
Zwei zusätzliche Kita-Gruppen für Pfeddersheim
Um sich über die Zukunft der Pfeddersheimer Kitas und der Schule kundig zu machen, traf sich der SPD-Ortsverein mit dem Wormser Sozialdezernenten Waldemar Herder. Der Fachmann erläuterte die Situation der U3-Versorgung im gesamten Stadtgebiet, aber vor allem im Stadtteil. Für Pfeddersheim seien zwei zusätzliche Gruppen der „kleinen Altersmischung“ für 2- bis 4-Jährige nötig – und die wolle man möglichst in den nächsten Jahren bauen. Eine Möglichkeit bestehe in der Erweiterung der Kita Sonnenschein, aber auch ein Neubau in Verbindung mit der Grundschule sei denkbar. SPD-Fraktion und -Vorstand zeigten sich skeptisch, den Standort Sonnenschein noch sanieren zu können – und auch die Anfahrts- und Parkmöglichkeiten seien schwierig. „Es ist eine alte Forderung der SPD, die Kleinkindbetreuung mit der Schule zu verbinden“, sagte Fraktionsvorsitzender Wolfgang Mayer. Daher wurde auch die Weiterentwicklung der Pfrimmtal-Realschule (Diesterweg/Paternus) genauer diskutiert. Würden hier langfristig Räume frei werden, könnten sich auch dort neue Möglichkeiten ergeben.
Bei der Ausbauplanung für Kitas und Schulen in der Stadt gehe es darum, zu priorisieren. Und mit Blick auf die Haushaltslage betonte Herder: „Wir brauchen handhabbare, pragmatische Lösungen.“ Dem schlossen sich die Pfeddersheimer Genossen an, forderten aber auch ein schnelles Vorgehen: „Gute Bildung und Betreuungsangebote sind sozialdemokratische Eckpfeiler“, sagte Mayer, der den nötigen politischen Druck versprach. Auch Herder meinte, dass diese Daseinsvorsorge zu den Aufgaben einer Stadt gehörten – auch mit den Folgekosten, etwa fürs Personal. „Wir müssen attraktiv für Bewerber sein“, sagt er mit Blick auf den Arbeitsmarkt.
Auch die Lage der Flüchtlinge wurde bei dem Treffen thematisiert. Die Stadt baue moderat und zurückhaltend die Notunterkünfte aus, und die belegten Hallen würden demnächst wieder frei werden, berichtete Herder. In Pfeddersheim engagiere sich der Helferkreis intensiv um die Familien in den Wohnungen und die zirka 35 Bewohner in der Zellertalstraße. „Für die Kinder besteht Schulpflicht“, antwortete Herder auf die Frage der SPD, und auch zusätzliche Kapazitäten für die Kitas könnten bei Bedarf von den Einrichtungen beantragt werden.