Dieter Ruckpaul und Karlheinz Mathieu wechseln in den Ruhestand / Etliche Projekte tragen ihre Handschrift
Zwei„Baulöwen“ verabschiedet
Von links: Baudezernent Uwe Franz, Dieter Ruckpaul, OB Michael Kissel, Karlheinz Mathieu und Bereichsleiter Thomas Rudolph können gemeinsam auf zahlreiche erfolgreiche Projekte zurückblicken.
Sie haben beide maßgeblich zur infrastrukturellen Entwicklung der Stadt in den vergangenen Jahren beigetragen. Nun verabschiedete Oberbürgermeister Michael Kissel im Beisein von Baudezernent Uwe Franz und Bereichsleiter Thomas Rudolph gleich zwei große „Baulöwen“ der Stadt in den Ruhestand.
Etliche Straßenbauprojekte in Worms sind untrennbar mit dem Namen Dieter Ruckpaul verbunden. Seit Beginn der Amtszeit Michael Kissels im Jahre 2003 hat der langjährige Leiter der Abteilung Verkehrswegebau die infrastrukturellen Entwicklungen in Worms wesentlich mit vorangebracht. OB Kissel, viele Jahre auch Dezernent des städtischen Baubereichs, würdigt die Arbeit des scheidenden Abteilungsleiters: „Projekte wie die Parallelentlastung der B9, die Neugestaltung des Bahnhofsbereichs, der Ausbau des äußeren Ringes und der Ausbau einiger Hauptverkehrsachsen der Stadt tragen Dieter Ruckpauls Handschrift, der deshalb auch der ‚Herr der Wormser Straßen‘ genannt wird. Wir haben in den vergangenen 14 Jahren gemeinsam viel bewegen können in unserer Stadt“, betont der Stadtchef. Die Zahlen sprechen für sich: 91,5 Millionen Euro hat die Stadt in diesem Zeitraum in den Verkehrswegebau investiert.
Brachflächen entwickelt
Auch Großprojekte wie die Entwicklung der Konversionsflächen Prinz-Carl-Anlage, Liebenauer Feld und WEP kann sich Dieter Ruckpaul auf die Fahne schreiben. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit lag darauf, ein Verkehrskonzept zu erstellen – mit hehren Zielen: dem Ausbau des äußeren Ringes, des Innenstadtrings, des Parkrings, der Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs, dem Ausbau von Fuß- und Radwegen und der Verkehrsberuhigung der Innenstadt. „Das Verkehrskonzept ist Grundlage für die weitere infrastrukturelle Entwicklung unserer Stadt“, unterstreicht OB Kissel die Bedeutung. Des Weiteren hat Ruckpaul in seiner Amtszeit die Weichen für wichtige, zukunftsträchtige Großprojekte wie die Neugestaltung des Neuhauser Tunnels und die Unterführung des Fahrwegs die Weichen gestellt. Gleichzeitig weist OB Kissel auf die Rolle des Landes bei diesen zukunftsträchtigen Maßnahmen hin: Ohne die Förderung durch das Land und die Hervorhebung der Bedeutung dieser Ausbaumaßnahmen für die Modernisierung der Straßen-Infrastruktur der Stadt seien solche Projekte nicht zu realisieren.
Geduld, Akribie und Herzblut
Auch Diplom-Ingenieur Karlheinz Mathieu, 1993 als stellvertretender Amtsleiter in den städtischen Dienst eingetreten, hinterlässt große und bedeutende Spuren in Worms. Der Leiter der Abteilung Hochbau habe mit viel Geduld, Akribie und Herzblut wesentliche Bauprojekte mit seinem planerischen Sachverstand begleitet. Dazu gehören die umfangreichen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen in der Wormser Bildungslandschaft, das Vorzeigeprojekt „Hessischer Hof“ in Rheindürkheim, der unter Mathieus Leitung aus dem Dornröschenschlaf erweckt wurde, und das für die Stadt herausragende Bauprojekt des Umbaus und der Sanierung des Wormser Theaters zum Theater mit Tagungszentrum. „Das Schöne an Ihrem Beruf ist, dass man hinterher sieht, was man geleistet hat“, bringt es der Stadtchef auf den Punkt.