Der rheinland-pfälzische Innenminister Lewentz besuchte die Baustellen des VG-Windparks sowie des Logitik-Lagers der Firma Deichmann
Zweifacher Wirtschaftsschub für Monsheim
Das Deichmann-Gebäude in Monsheim wächst rasant. Von links: Ralph Bothe. Kathrin Ankam-Trapp, Roger Lewentz, Karsten Schütt und Dirk Müller. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Roger Lewentz hatte am Dienstagabend nicht viel Zeit mitgebracht, als er zwei Großprojekte in der Verbandsgemeinde (VG) Monsheim besuchte. Doch was der rheinland-pfälzische Staatsminister für Sport, Infrastruktur und Inneres in der südlichsten VG des Landkreis besichtigen konnte, verlangte ihm großen Respekt ab und er sprach seine Anerkennung aus.
Zunächst traf er sich mit Verbandsbürgermeister Ralph Bothe und der Landtagsabgeordneten Kathrin Anklam-Trapp im neuen Gewerbegebiet, ein Stück oberhalb des Ortes Monsheim. Dort nahm ihn der Deichmann-Geschäftsführer für Logistik und IT, Karsten Schütt, in Empfang.
Der Minister erfuhr bei einer Kurzpräsentation, dass die Deichmann in Monsheim 22 Millionen Euro für eine Logistikdrehscheibe für den südwestdeutschen Raum investiert.
Auslieferung von 20 Millionen Paar Schuhen ab 2014
Die Arbeiten haben im März 2013 begonnen und ab Januar 2014 sollen die ersten Schuhe an rund 200 Geschäfte im Einzugsgebiet verteilt werden. Wenn das Lager richtig läuft, sollen einmal pro Jahr 20 Millionen Schuhe ausgeliefert werden. Das Areal von Deichmann nimmt die Fläche von etwa fünf Hektar ein.Insgesamt sollen dort 80 Personen arbeiten, von denen etwa 20 Fahrer sein werden.
Die Einstellungsphase läuft bereits. Hier bedankte sich der zukünftige Niederlassungsleiter Dirk Müller für die gute Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt Worms.
VG-Bürgermeister Ralph Bothe berichtete abschließend, dass mit der Deichmann-Ansiedlung der sowie der bereits geöffneten Tankstelle das insgesamt etwa 20 Hektar große Gewerbegebiet bis auf kleinere Flächen nahezu alles verkauft sei. Damit habe das im Jahr 2001 gestartete Projekt nach mehreren, eher mageren Jahren, einen erfolgreichen Abschluss gefunden.
Zweite und letzte Station der Ministervisite war der Besuch des Windparks, wo momentan gerade fünf Windanlagen entstehen. Im August sollen zwei und Anfang September die restlichen drei Rotoren den Probebetrieb starten, sodass ab Herbst 2013 der Öko-Strom fließen kann. Die VG Monsheim wird den Windpark selbst betreiben, was bedeutet, dass der Gewinn der Kommune zugute kommt.
Interessant in diesem Zusammenhang ist es, dass die fünf Anlagen etwas mehr Strom erzeugen, als wie ihn die VG Monsheim, ortsansässige Unternehmen und Privatpersonen, pro Jahr derzeit verbrauchen. Die grüne Zukunft steht in Monsheim damit kurz vor der Verwirklichung.