Nach Projekt-Aktion mit Tulpenzwiebeln an Osthofener IGS: Schüler klagen über Lähmungserscheinungen / Kontaktgift als Auslöser?
Vergiftungserscheinungen bei Schülern
VON STEFFEN HEUMANN In Osthofen kam es am Freitag zu einem Zwischenfall, als bei einem Projektarbeit mit Tulpenzwiebeln an der IGS Kinder wie auch Erwachsene über Missstörungen und Lähmungserscheinungen klagten. Nachdem ärztliche Hilfe angefordert wurde und eine Sperrzone eingerichtet war, konnten die Betroffenen in das Klinikum Worms sowie die Uni in Mainz, Ludwigshafen und Mannheim verbracht werden.
Vor einer abschließenden Labor-Untersuchung wird vermutet, dass ein Kontaktgift, das auf den in Tütchen verpackten Tulpenzwiebeln war, die Symptome verursacht haben könnte. Deswegen erging die Warnung an Kinder, die die Tütchen mit Tulpenzwiebeln mit nach Hause genommen haben, diese nicht zu öffnen oder sich umgehend mit einem Arzt in Verbindung zu setzen, falls nach Öffnen der Tütchen Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Taubheitsgefühle oder sonstige Auffälligkeiten auftreten. Die Leitstelle der Feuerwehr Osthofen hat eine Hotline unter der Rufnummer 06242/91112 für Fragen eingerichtet.
Wie die Einsatzleitung im Rahmen der Pressekonferenz mitteilte, werden 5 mittelschwer betroffene Kinder im Alter von 10 bis 11 Jahren, 4 leicht betroffene Kinder im Alter von 14 bis 16 Jahren sowie eine erwachsene Person in Kliniken behandelt. 45 Einsätzkräfte waren nach der Alarmierung am Freitag gegen 13.30 Uhr an der IGS Osthofen vor Ort. Neben der Feuerwehr 7 Rettungswagen und ein Hubschrauber. Ob es sich bei dem Kontaktgift um ein Pflanzenschutzmittel handelt, müssen Laboruntersuchungen belegen.