CORONA-HELDEN: „Wir vermissen unsere Gäste und Freunde!“
Zwölf Käsekuchen in zwei Stunden gegessen
Alle Hände voll zu tun hatten Silke Schulz und Elisa Eschenfelder als sie am vergangenen Samstag 144 Stücke Käsekuchen – natürlich unter Wahrung der Corona-Bestimmungen – kostenlos verteilten.
Von Vera Beiersdörfer | 17 Sitzplätze klein, aber mit viel Herz betrieben – das Café „Alte Herrlichkeit“ in der Friedrich-Ebert-Straße ist ein wahrer Anziehungspunkt für Kuchenliebhaber und Kaffeedurstige in der Nibelungenstadt. „Viele unserer Gäste, die teilweise täglich kommen, sind mittlerweile gute Freunde geworden“, berichtet Inhaberin Silke Schulz, die ihre Café & Milchbar seit Mitte März aufgrund der Corona-Regelungen nicht mehr öffnen darf.
„Das fehlt uns. Das gesamte Team freut sich schon darauf, wenn unser Betrieb wieder „normal“ laufen kann. Wir vermissen unsere Gäste und Freunde“, erzählt Silke Schulz. Als das Osterfest nahte kam ihr und ihrem Ehemann daher die Idee, zwölf Käsekuchen zu backen und die daraus resultierenden zwölf mal zwölf Stücke zu verschenken. Am Samstag vor Ostern hat Silke Schulz gemeinsam mit ihrer Kollegin an einem Straßenstand vor dem Café die 144 kleinen Köstlichkeit ausgegeben – natürlich wurde hierbei auf die Abstandsregelung geachtet und der Kuchen durfte nur mitgenommen und nicht vor Ort verzehrt werden.
„Trotzdem hat es gut getan, endlich mal wieder ein paar altbekannte Gesichter zu sehen, sich kurz auszutauschen und zu wissen, dass wir den Menschen in dieser so schwierigen Zeit wenigstens eine kleine Freude bereiten konnten“, hofft die Café-Besitzerin, dass der Alltag bald wiederkehrt. Innerhalb von zwei Stunden war auch das letzte Stück verteilt – eine gelungene Aktion!