Staatsministerin Bätzing-Lichtenthäler bei der SPD Bobenheim-Roxheim
„Gleichwertige Lebensbedingungen in Stadt und Land“
Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz, war zu Besuch in Bobenheim-Roxheim.
Michael Müller, der stellvertretende Vorsitzende der SPD Bobenheim-Roxheim, konnte am Montag, dem 11. März, Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz, im Martin-Luther-Gemeindehaus begrüßen. Die gut besuchte Veranstaltung stand im Zeichen gleichwertiger Lebensbedingungen in Stadt und Land. Oswald Fechner, Mitglied des SPD-Vorstandes, führte in die Thematik ein und erläuterte die SPD-Anträge zum Sozialen Wohnungsbau und zur Tagespflege.
Akteure mobilisieren und Netzwerke knüpfen
Sabine Bätzing-Lichtenthäler griff die kommunale Sozialpolitik auf, die mehr als je zuvor darauf angewiesen ist, Akteure zu mobilisieren und Netzwerke zu knüpfen. Dies gilt insbesondere auch für Wohnprojekte, wobei sie neue und individuelle Wohnformen aufgriff. Vorbildlich ist das gemeinsame Mehrgenerationenmodell und sind die Quartiersprojekte, von denen es zwischenzeitlich 146 Angebote in Rheinland-Pfalz gibt. Barrierefreies individuelles Wohnen wird durch Nachbarschaftshilfe und im Bedarfsfall durch professionelle pflegerische Betreuung ergänzt. Durch WohnPunkt RLP wurden Wohn- und Pflegegemeinschaften gefördert, deren Erfolg zurzeit überprüft wird, um noch gezielter und passgenauer Angebote entwickeln zu können. In diesem Zusammenhang wurde die Beratungsstelle „Neues Wohnen“ eingerichtet, die neben Kommunen auch Privatleute und Träger berät.
Stark gestiegene Nachfrage
In der Tagespflege sieht die Sozialministerin für ältere und behinderte Menschen ein Angebot, das eine stark gestiegene Nachfrage vorweist. Die Zahl der Plätze in Rheinland-Pfalz sind um 17 % und die Zahl der Gäste sogar um 38 % gestiegen. Sie betont, dass sie sich über Angebote in ländlichen Gebieten freue. Zur Frage von Michael Müller hinsichtlich der Bedarfssituation ist sie sich sicher, dass der Bedarf für ein Angebot der Tagespflege besteht. Sie legt Wert auf die Feststellung, dass die Sozialpolitik Sorge dafür tragen muss, dass Angebote für alle Menschen bestehen und erreichbar sein müssen aber dass die Entscheidung ein solches Angebot zu nutzen dem Einzelnen überlassen ist.
Mit Nachdruck verweist die Sozialministerin auf die Beratungskompetenz der Pflegestützpunkte, von denen es in Rheinland-Pfalz 135 gibt. Die Rechtsmaterie sei mittlerweile derart komplex, dass professionelle Beratung notwendig ist. Im Anschluss an den Vortrag gab es für alle Teilnehmer die Möglichkeit des gemeinsamen Austauschs.