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Krankenkasse wechseln – So geht’s Problemlos

Seit der Reform des Krankenkassenwahlrechts 2021 ist es so einfach wie noch nie, die gesetzliche Krankenkasse zu wechseln. Nicht nur weil es eine kürzere Bindungsfrist gibt – mittlerweile übernimmt die neue Krankenkasse alles Wichtige. Eine Kündigung ist nicht mehr erforderlich. Umso wichtiger ist es, zu prüfen, ob sich ein Krankenkassenwechsel lohnen kann.

Privat oder gesetzlich versichert?

Ob eine Hundekrankenversicherung sinnvoll oder nicht ist – dieser Frage müssen sich alle Hundebesitzer stellen. Denn hier handelt es sich um eine freiwillige Versicherung. Dahingegen besteht in Deutschland für alle die Pflicht, eine Krankenversicherung abzuschließen. Das deutsche Krankenkassensystem ist dabei in zwei Bereiche aufgeteilt: die gesetzlichen und die privaten Krankenkassen.

Während die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) grundsätzlich jeden aufnimmt, können private Krankenkassen Antragsteller ablehnen. Zwar sagt man oft, die Leistungen seien bei allen gesetzlichen Krankenkassen gleich – das stimmt so jedoch nicht. Zwischen den 105 gesetzlichen Krankenkassen kann es Unterschiede geben, etwa im Service, bei den freiwilligen Zusatzleistungen und im Preis. Daher kann es für Versicherte sinnvoll sein, die Kasse zu wechseln.

Reform des Krankenkassenwahlrechts: Das ist neu

Seit Januar 2021 ist der Wechsel in der gesetzlichen Krankenversicherung einfacher als bisher. Versicherte profitieren von folgenden Neuerungen:

  • Versicherte müssen ihre alte Krankenkasse nicht mehr selbst kündigen. Es reicht aus, sich bei der neuen Krankenkasse anzumelden.
  • Bisher mussten Versicherte mindestens 18 Monate Mitglied bei ihrer Krankenkasse sein, bevor sie in eine andere wechseln durften. Diese Bindungsfrist verkürzt sich nun auf 12 Monate.
  • Bei einem Arbeitgeberwechsel kann man sofort in eine neue Krankenkasse wechseln.
  • Arbeitnehmer müssen ihrem Arbeitgeber keine Mitgliedsbescheinigung mehr vorlegen. Es genügt, die neue Krankenkasse formlos mitzuteilen.

Wie findet man eine passende Krankenkasse?

Wer seine Krankenversicherung wechseln möchte, startet am besten einen Krankenkassenvergleich. Bei der Entscheidungsfindung sollten die Höhe des Zusatzbeitrags und die angebotenen Zusatzleistungen eine Rolle spielen. Auch wenn rund 95 % der Leistungen bei allen gesetzlichen Krankenversicherern gleich sind, können die restlichen 5 % den Ausschlag für einen Wechsel geben.

  • Für Berufstätige ist wichtig, dass die Krankenkasse rund um die Uhr telefonisch oder online erreichbar ist
  • Bei vielen Anbietern kann man sich im Zweitmeinungsverfahren kostenfrei über alternative Behandlungsmethoden informieren
  • Einige Kassen bieten mehr Leistungen bei Früherkennungsuntersuchungen wie etwa der Hautkrebsvorsorge
  • Auch bei der Kostenübernahme von Extra-Impfungen kann es Unterschiede geben
  • Zahnprophylaxe ist wichtig, daher bezuschussen viele Krankenkassen die professionelle Zahnreinigung
  • Eine Kostenübernahme bzw. -beteiligung für alternative Behandlungsmethoden bietet nicht jede Versicherungsgesellschaft
  • Bonusprogramme (zum Beispiel für sportliche Betätigung) können einen weiteren Anreiz schaffen, die Krankenkasse zu wechseln

So gelingt der Krankenkassenwechsel

Für den Krankenkassen-Wechsel sind nicht mehr als drei einfache Schritte notwendig:

  1. Über einen Krankenkassenvergleich eine neue Krankenkasse finden
  2. Einen Mitgliedsantrag bei der gewünschten Krankenversicherung stellen
  3. Nach der Bestätigung über den Wechsel muss der Arbeitgeber informiert werden

Für den Wechsel der privaten Krankenversicherung gelten andere Rahmenbedingungen. Und auch bei unseren Nachbarn verhält es sich anders: Das Schweizer Krankenkassensystem basiert auf einer grundsätzlichen Selbstbeteiligung an den Behandlungskosten (10 %). Je nachdem, in welcher Krankenkasse man ist, wird ein zusätzlicher Selbstbehalt festgelegt. Zudem gibt es teilweise große Unterschiede bei den Versicherungsprämien und im Service.

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