VON KAROLINA KRÜGER Fast ein Leben ist vergangen, seit dem verheerenden Angriff der Alliierten am 21. Februar 1945, der das Bild der Stadt Worms völlig veränderte. Zum Gedenken der Opfer dieses und des zweiten Angriffs am 18. März 1945 fand am Sonntag in der Friedhofskapelle eine Gedenkfeier statt, zu der Wormser Oberbürgermeister Michael Kissel eingeladen hatte. In nur eineinhalb Stunden legten mehr als 1.100 Sprengbomben und 100.000 Brandbomben Worms, in einem breiten Korridor von Horchheim über die Innenstadt bis zum Nordend hin, in Schutt und Asche. Der Anblick der brennenden Stadt grub sich, wie es der Wormser Journalist Willi Ruppert dereinst beschrieb, allen Zeitzeugen tief