Sein Händedruck ist fest, sein Blick aufmerksam und freundlich. Als Hossein Ebady Neirizy zum Interview erscheint, macht er nicht den Eindruck eines Mannes, der seit 15 Jahren erfolglos versucht, seine Frau und seine drei Kinder wiederzusehen. Seinen Optimismus hatte er zwischenzeitlich verloren, nahm therapeutische Hilfe in Anspruch, um die jahrelange Entbehrung seiner Familie ertragen zu können. Es war der Glaube, der ihm wieder Hoffnung gab. Nun möchte er sich für Andere engagieren und kandidiert für den Kirchenvorstand der Wormser Matthäusgemeinde. Als er im Jahr 1999 aus dem Iran nach Deutschland flüchtet sind seine Töchter drei, elf und 14 Jahre alt. Seiner Frau und den Kindern