Cello solo? Das hört man nicht oft. Doch schon nach den ersten Klängen dieses Abends fragt man sich, warum. Es sind warme, volle Töne von ergreifender Schlichtheit, die Thomas Beckmann in die Weite des Kirchenschiffes sendet. Werke ganz unterschiedlicher Komponisten wie Vivaldi, Tschaikowski, Kreisler, Couperin, Chaplin, Ravel und natürlich Johann Sebastian Bach stellt er vor. Aber so verschieden sie auch sein mögen – immer erfasst der Klang die zuhörenden Menschen bis in die Tiefe. Mehr denn je hört und fühlt man, dass jeder Ton aus vielen besteht. Und eigentlich bräuchte man viel mehr Zeit, um dem Nachhall der unterschiedlichen Schwingungen zu lauschen. Am Ende wird sich