Am 1. Mai 1932, in der politisch aufgeheizten Stimmung am Ende der Weimarer Republik, gab es auch in Worms Demonstrationen der Kommunistischen Partei (KPD). Die KP orientierte sich strikt am Kurs des großen Bruders in Moskau, strebte einen gewaltsamen revolutionären Umsturz an und konnte sich auch in Worms auf ein seit Beginn der 20er Jahre auffallend kräftiges, auch noch nach 1945 nachwirkendes kommunistisches Milieu in der Arbeiterschaft stützen. Die in Kreisen linker Intellektueller der späteren ‚Frankfurter Schule‘ verkehrende, aus Berlin stammende junge Fotografin Gisèle Freund (1908-2000), später eine der ganz Großen ihres Berufes, war seinerzeit mit weiteren Genossen in